Alles fließt – Tempo 30

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Wohnhäuser in den unterschiedlichsten Formen stehen aufgereiht dicht an der vielbefahrenen Straße. An einigen erkennt man, dass dieser Verkehrsweg schon eine längere Geschichte hat. Die Neugasse ist die längste Straße unserer Stadt und war ehemals als Anbindung des außerhalb des Ortskerns gelegenen neuen Bahnhofs erbaut worden.

Sie ist Wohngebiet und gleichzeitig eine der Hauptverkehrsrouten Gleisdorfs. An einem normalen Werktag passieren diese Straße 10.300 Fahrzeuge

Das Herzinfarktrisiko entlang der Neugasse liegt um 20 Prozent höher also zum Beispiel in der Rathausgasse. Denn Lärm macht krank. 

Und entwertet nebenbei auch Immobilien. 

Aus diesem Grund setzen bereits viele fortschrittliche Gemeinden auf Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen. Eine Reduktion von 50 auf 30 km/h verringert den Lärm um durchschnittlich drei Dezibel. Das wird von Menschen wie eine Halbierung der Verkehrsmenge wahrgenommen. 

Aber nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung ist ein Argument für die Temporeduktion im Wohngebiet. Weniger Tempo bedeutet auch mehr Verkehrssicherheit und verbesserten Verkehrsfluss. 

Da geht mehr

Bei fast gleichbleibender Fahrzeit - auf 100 Meter gehen maximal vier Sekunden verloren - steigert sich bei Tempo 30 die Flüssigkeit des Verkehrs. In großflächigen Tempo-30-Zonen werden die Brems- und Beschleunigungsvorgänge um etwa 14 Prozent verringert!

Die Erhebung des Verkehrsplaners, der mit der Umgestaltung des Einbahnrings betraut ist (planum, Dr. Kurt Fallast) hat ergeben, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit am Einbahnring zu den intensiven Verkehrszeiten nur etwas mehr als 30 km/h beträgt. Dies entspricht auch dem „Fundamentaldiagramm“ aus der Verkehrstechnik, die besagt, dass es eine ideale Geschwindigkeit gibt, bei dessen Überschreitung es nicht mehr möglich ist, die Kapazität zu erhöhen. Kurzum: je schneller gefahren wird, desto weniger Autos pro Zeiteinheit passen auf die Straße. 

Außerdem haben die Rechnungen für Gleisdorf ergeben, dass der Einbahnring bei Tempo 30 in 10 Jahren auch einstreifig leistungsfähig bleibt, und das obwohl eine 1-%ige Steigerung der Kfz-Mengen pro Jahr bis 2030 angenommen wurde (also eine Annahme, die den derzeitigen städtischen Mobilitätstrends widerspricht!).

Geringere Geschwindigkeit - mehr Sicherheit

Bei Tempo 30 steigt die Verkehrssicherheit, was vor allem RadfahrerInnen, Kindern und älteren Menschen zu Gute kommt. Wird ein Fußgänger mit 50 Kilometer pro Stunde angefahren, liegt die Wahrscheinlichkeit tödlich oder schwer verletzt zu werden bei 80 Prozent, bei 30 Kilometer pro Stunde sinkt dieses Risiko auf 40 Prozent.

Auf und an Straßen mit Tempo 30 wird mehr Radgefahren und zu Fuß gegangen. Die Stadt wird belebter, die Lebensqualität steigt und der Verkehr fließt. 

Was wir wollen

+

EinwohnerInnen sollen ihre Wege schnell und effizient erledigen können, ohne auf das Auto angewiesen zu sein. Öffentliche Investitionen im Bereich Verkehr/Mobilität vorrangig auf Rad, Fuß und öffentlichen Verkehr lenken.

Die Gleisdorfer Grünen haben ein Bild von Gleisdorf entwickelt, wie unsere Stadt in Zukunft sein sollte. Wie es ausschaut? Das erfahren Sie hier:

Quellen: 

https://www.vcoe.at/service/fragen-und-antworten/welchen-nutzen-hat-tempo-30

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-07/tempo-30-strassenverkehr-luftqualitaet-laerm-unfaelle

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Die neue Gleisdorfer Ringstraße – Boulevard der Herzen

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